Innsbruck, 09. Februar 2018 – Finale Planungsarbeiten an weiterer Optimierung der Hochwasserschutzmaßnahmen

Die Arbeiten am Hochwasserschutzprojekt für das Untere Unterinntal zum Schutz von 160 Hektar Bauland und 2.200 Gebäuden laufen nach wie vor auf Hochtouren. „Derzeit finden die finalen Planungsarbeiten für die weitere Optimierung der Hochwasserschutzmaßnahmen, insbesondere in den drei Retentionsräumen statt“, informiert Markus Federspiel, Vorstand der Abteilung Wasserwirtschaft. Das Ergebnis wird in den nächsten zwei bis drei Monaten vorliegen.

Seit dem Vorliegen der Regionalstudie für den Hochwasserschutz im Unterinntal sowie dem Planungsstart für den Abschnitt zwischen Brixlegg und Angath im Jahr 2016 ist viel passiert. In acht so genannten Planungstreffs wurden die VertreterInnen der Gemeinden Brixlegg, Kramsach, Rattenberg, Radfeld, Breitenbach, Kundl, Wörgl, Angath sowie der GrundeigentümerInnen bislang eingehend über das Projekt und den jeweils aktuellen Planungsstand informiert.

Breite Information

Die Abteilung Bodenordnung hat auf Basis des seit Ende 2016 vorliegenden Projekts mit allen GrundeigentümerInnen in den drei geplanten Retentionsräumen Kramsach/Voldöpp, Radfeld/Kundl und Angath Einzelgespräche geführt. Die Ergebnisse der agrarischen Grundlagenerhebung fließen nun in die finale Planung für das Generelle Projekt ein.

Außerdem haben fünf Treffen zur Vorbereitung des zu gründenden Wasserverbandes bestehend aus den acht betroffenen Gemeinden und den Infrastrukturträgern ÖBB, ASFINAG, TIWAG und Landesstraßenverwaltung stattgefunden. Die Infrastrukturträger und sämtliche Gemeinden bis auf Radfeld, Kundl und Angath haben ihre grundsätzliche Zustimmung zum Projekt und zum Wasserverband bereits gegeben. Der Wasserverband ist künftig der Bauherr für die Umsetzung der Hochwasserschutzmaßnahmen.

Umfassende Begleitarbeiten

Parallel zu den Planungen und Informationsveranstaltungen zum Hochwasserschutz im Unteren Unterinntal hat das Land Tirol in den vergangenen drei Jahren eine Reihe von Grundlagenarbeiten wie Untergrunderkunden durchgeführt und rechtliche Fragen zu den Genehmigungsverfahren geklärt. In einer eigenen Studie wurden die Möglichkeiten für die Retention in alpinen Lagen untersucht. Vereinbart wurde auch der Finanzierungsanteil durch den Bund. Um die finanzielle Belastung der Gemeinden weiter zu reduzieren, hat auch das Land Tirol einen erheblichen Finanzierungsbeitrag beschlossen.

Österreichweit eines der wichtigsten Projekte

In Summe 18 Kilometer Mauern und Dämme sowie drei Retentionsräume zum Rückhalt des durch die Schutzmaßnahmen aus dem Siedlungsgebiet verdrängten Wassers sieht das Hochwasserschutzprojekt für das Untere Unterinntal vor. 8,5 Millionen m3 Wasser, das entspricht 8,5 Milliarden Liter, sollen bei einem 100-jährlichen Hochwasserereignis aus dem besiedelten Gebiet zwischen Brixlegg und Angath ferngehalten werden. Das Projekt im Unteren Unterinntal zählt zu den österreichweit bedeutendsten Hochwasserschutzprojekten in einem dicht besiedelten Zentralraum und stößt auch in den Nachbarbundesländern auf hohes Interesse.

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Chronologischer Abriss

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