Wasserverband: Exkursion zur Machlanddamm-GmbH

Perg, 3. April 2017 – Am 3. April 2017 besuchten VertreterInnen der Hochwasserschutz-Gemeinden im Unteren Unterinntal die Machlanddamm-GmbH im oberösterreichischen Perg. Nach einer Info-Präsentation zur Entstehung des Machlanddamms hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, die Hochwasserschutzmaßnahmen persönlich in Augenschein zu nehmen.

Im Jahr 1993 haben sich die Gemeinden Mauthausen, Naarn, Mitterkirchen, Baumgartenberg, Saxen, Grein und St. Nikola  für die Planung und Erreichung eines Hochwasserschutzprojekt zusammengeschlossen und in der Folge den Hochwasserschutzverband Machland-Nord gegründet.

Frühere Hochwasserereignisse hatten zu dem Entschluss geführt, die Region vor künftigen Überschwemmungen zu schützen. Basis dieses Entschlusses war eine Hochwasserschutzstudie. Das Schutzkonzept verfolgte dabei einen zum damaligen Zeitpunkt in Österreich innovativen und einzigartigen integralen Ansatz, da es eine Kombination aus Absiedlungsmaßnahmen, linearen Hochwasserschutzanlagen und Objektschutzmaßnahmen vorsah. War zu Beginn geplant, ein bestimmtes Gebiet (Zone 2) nur vor einem 30-jährlichen Hochwasser zu schützen, kam es nach dem Hochwasser im Sommer 2002 zu einem Umdenken bei den Verantwortlichen und Betroffenen. Die Bewohner der Zone 2 wurden abgesiedelt, die nun realisierten Maßnahmen schützen vor einem 100-jährlichen Hochwasser.

Der Machlanddamm schützt heute etwa 22.400 Menschen und besteht aus ca. 30,1 km Erddämmen, 3,9 km mobilen Hochwasserschutzelementen, einige hundert Meter Hochwasserschutzmauern sowie 24 Trafostationen, 76 Pumpwerken und 28 Absperrbauwerken/Schieberschächten.

 

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