LHStv. Geisler und Projektleiter Markus Federspiel.

Keine Sommerpause beim Hochwasserschutz

Innsbruck, 20. Juni 2016 –

Zahlreiche Maßnahmen für Schutz im Unterinntal

„Die Vorarbeiten für den Hochwasserschutz im Unterinntal laufen auf Hochtouren“, berichtet LHStv Josef Geisler. Seitens des Landes Tirol tue man alles, damit sich die Gemeinden im Unterinntal so schnell wie möglich vor künftigen Hochwasserereignissen schützen könnten. „Ohne die Gemeinden geht es nicht“, ruft Geisler die Gemeinden einmal mehr zur Zusammenarbeit auf. Denn trotz aller Unterstützung des Landes sei der Hochwasserschutz in erster Linie Gemeindeaufgabe.

Sommerpause gibt es in Sachen Hochwasserschutz Unterinntal keine. „Wir starten demnächst mit den Untergrunderkundungen und untersuchen die Auswirkungen der geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen auf den Grundwasserhaushalt und die Grundwasserbrunnen“, erklärt Gesamtprojektleiter Markus Federspiel von der Abteilung Wasserwirtschaft des Landes. Auch sei man in gutem Gespräch mit den Gemeinden, was deren Vorstellungen über Begleitmaßnahmen zum Hochwasserschutz und künftige Entwicklungsmöglichkeiten anlange. Mit den Planungsarbeiten ist man sowohl im unteren als auch im mittleren Unterinntal im Zeitplan.

Noch vor den Sommerferien werden die VertreterInnen der Gemeinden des unteren Unterinntals in einem Hochwasserplanungstreff über den aktuellen Stand der Planungen informiert. Parallel dazu informiert die Landwirtschaftskammer die GrundeigentümerInnen. Die vorbereitenden Arbeiten zur Gründung des Wasserverbandes werden vom Bezirkshauptmann koordiniert und begleitet. Außerdem sind die Gemeinden im Unteren Unterinntal aufgerufen, sich in einem Grundsatzbeschluss zum gemeindeübergreifenden Hochwasserschutz zu bekennen und die BürgermeisterInnen zu ermächtigen, in die Verhandlungen zur Gründung eines Wasserverbandes einzutreten.

„Die Lasten beim Hochwasserschutz im Unterinntal können nicht gleichmäßig verteilt werden. Hier einen tragfähigen Ausgleich zu finden, ist eine große Herausforderung“, zeigt LHStv Josef Geisler Verständnis für die Gemeinden und die Vorbehalte der GrundeigentümerInnen. Gerade die Hochwasserereignisse in Bayern Anfang Juni hätten aber gezeigt, dass Hochwasser eine reale Gefahr für Menschenleben und Objekte darstelle.

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