LHStv Geisler: „Ziel ist ehestmöglicher Schutz der Bevölkerung“

Innsbruck, 13. April 2017 –

Hochwasserschutz Unteres Unterinntal: Land übernimmt Hälfte des Gemeindeanteils

2.200 Gebäude und 160 Hektar derzeit in der roten oder gelben Gefahrenzone liegendes  Bauland im Unteren Unterinntal sollen hochwassersicher werden. Die Gesamtkosten für den geplanten Hochwasserschutz zwischen Brixlegg und Angath betragen 250 Millionen Euro. Den Großteil der Kosten übernimmt der Bund. Beim Gemeindeanteil greift das Land Tirol – vorbehaltlich der Zustimmung des Landesregierung und des Tiroler Landtages – den acht betroffenen Kommunen kräftig unter die Arme.

„Unser gemeinsames Ziel ist der Schutz der Bevölkerung vor einer Hochwasserkatastrophe. Wir haben immer gesagt, wir lassen die Gemeinden beim Hochwasserschutz nicht alleine! Das Land Tirol übernimmt deshalb die Hälfte der für die Gemeinden verbleibenden Kosten“, gibt LHStv Josef Geisler bekannt. Zieht man den Kostenanteil des Bundes und der Infrastrukturträger ab, verbleibt für die acht Gemeinden von Brixlegg bis Angath ein Anteil von 40 Millionen Euro. Durch das Unterstützungsangebot des Landes reduziert sich dieser bei entsprechender Zustimmung nunmehr auf 20 Millionen. Der Restbetrag soll unter den Gemeinden des künftigen Wasserverbandes nach einem von den Gemeinden gemeinsam entwickelten Schlüssel aufgeteilt werden.

Wie der Hochwasserschutz im Unteren Unterinntal aussehen soll und was er auf heutiger Preisbasis kosten wird, ist seit der Fertigstellung des sogenannten Generellen Projekts zu Jahresbeginn klar: Es sollen 18 Kilometer Dämme und Mauern sowie drei optimierte Retentionsräume in Kramsach, Radfeld/Kundl und Angath mit einem Fassungsvermögen von insgesamt 8,5 Millionen Kubikmeter Wasser errichtet werden. Kostenpunkt: 250 Millionen Euro. Im Rahmen der Planung für den Hochwasserschutz wurde auch das volkswirtschaftliche Schadenspotenzial bei einem 100-jährlichen Hochwasser ermittelt: Dieses liegt abgesehen von der Gefahr für Leib und Leben bei 360 Millionen Euro.

Um in Vorleistung für die zu schützenden Gemeinden in die Detailplanung für das Einreichprojekt gehen zu können, braucht die Bundeswasserbauverwaltung Tirol die prinzipielle Zustimmung der Gemeinden zur vorliegenden Grobplanung, dem Generellen Projekt. „Die Gemeinden haben es in der Hand, wie schnell das Untere Unterinntal nach menschliches Ermessen hochwassersicher wird“, so Geisler.

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