Wasserverband Mittleres Unterinntal gegründet

Hochwasserschutz: 13 Gemeinden und vier Infrastrukturträger arbeiten zusammen.

Der Wasserverband „Hochwasserschutz Mittleres Unterinntal“ hat sich gegründet. Die 13 Gemeinden entlang des Inn zwischen Terfens und Reith i. A. sowie vier Infrastrukturträger treten dem Verband gemäß den entsprechenden Gemeinderatsbeschlüssen und gesellschaftsrechtlichen Ermächtigungen freiwillig bei.

Im nächsten Schritt werden die Satzungen des Verbandes „Hochwasserschutz Mittleres Unterinntal“ an die Wasserrechtsbehörde zur Anerkennung übermittelt. Parallel dazu laufen die Gespräche über die Besetzung der Organe des Wasserverbandes. „Mit der Gründung des Wasserverbandes haben wir einen Meilenstein für den künftigen Schutz der Menschen und von Sachwerten gesetzt“, freuen sich der Obmann des Planungsverbandes Schwaz, Jenbach und Umgebung, Bgm Hans Lintner, und die Mitglieder des Wasserverbandes sowie Bezirkshauptmann Michael Brandl. Brandl hat den Gründungsprozess des Wasserverbandes im Mittleren Unterinntal, der zu einem der größten Wasserverbände Österreichs zählt, begleitet und koordiniert.

470 Millionen Euro Schadenspotenzial

Als Bauherr wird der Wasserverband mit seinen 17 Mitgliedern nach der Konstituierung die weiteren Festlegungen für das Hochwasserschutzprojekt auf Basis der gesetzlichen Vorgaben, der technischen Erfordernisse und der Förderrichtlinien des Bundes treffen. 120 Hektar Bauland und mehr als 1.500 Gebäude sollen vor einem 100-jährlichen Hochwasser mit einem Schadenspotenzial von 470 Millionen Euro geschützt werden. Der Vorentwurf für das Hochwasserschutzprojekt sieht derzeit 58 Kilometer Dämme und Mauern sowie vier Retentionsräume mit einem Fassungsvermögen von acht Millionen Kubikmetern Wasser vor.

Wirtschaftsstandort absichern

Froh über den Schulterschluss der Gemeinden und der Infrastrukturträger im Mittleren Unterinntal ist auch LHStv Josef Geisler: „Das Hochwasserschutzprojekt bringt Entwicklungsmöglichkeiten und ist mit einem Investitionsvolumen von 335 Millionen Euro ein gewaltiger Wirtschaftsimpuls für die Region. Außerdem müssen wir gerade jetzt mit vereinten Kräften auch in Sachen Hochwasserschutz alles daransetzen, um bestehende Betriebe und Arbeitsplätze abzusichern.“ Als erste Maßnahme soll deshalb der Hochwasserschutz für das Gewerbegebiet Jenbach inklusive des Retentionsraums Stans/Jenbach umgesetzt werden. „Hier geht es in Summe um fast 2.000 Arbeitsplätze“, verdeutlicht Geisler.

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